Ein neues Studie veröffentlicht in Addiction Australien führt die Sache klar auf den Punkt: Australien hat hohe Tabaksteuern eingeführt und den Zugang der Verbraucher zu weniger schädlichen Nikotinalternativen blockiert. Die Folge: Schätzungsweise 551 Tonnen des gesamten in Australien verkauften Tabaks und 95,71 Tonnen aller E-Zigaretten sind mittlerweile illegal. Der Nikotinkonsum ist auf einem Rekordhoch. Der Tabakkonsum ist nicht zurückgegangen. illegaler Nikotinhandel Der Wert des Unternehmens wird mittlerweile auf 1,5 Billionen US-Dollar geschätzt, und allein in Victoria wurden über 100 Brandanschläge auf Ladenfronten mit kriminellen Gruppen in Verbindung gebracht, die um die Marktkontrolle kämpfen.
Die Autoren kommen zu dem Schluss: Australien sollte den Verbrauchern einen leichteren Zugang zu weniger schädlichen Nikotinalternativen ermöglichen, um den illegalen Markt unter Kontrolle zu bringen.
Schauen wir uns nun an, was der Europäische Rat und Kommissar Wopke Hoekstra für Europa vorschlagen.
Der neuesten Vorschlag zur Tabaksteuerrichtlinie Der Vorschlag sieht eine Erhöhung der Mindestverbrauchssteuer auf Zigaretten um 1501 TP4T und auf Drehtabak um 501 TP4T vor. Gleichzeitig sollen neue Mindestverbrauchssteuern von 551 TP4T für Tabakerhitzer und 301 TP4T für E-Liquids eingeführt werden, unabhängig von der Nikotinkonzentration. Für Nikotinbeutel ist ein Mindeststeuersatz von 501 TP4T vorgesehen, was einer Erhöhung um 4101 TP4T gegenüber den derzeitigen schwedischen Sätzen entspricht. Produkte, die von Gesundheitsbehörden in Großbritannien, Schweden und anderen Ländern als Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung empfohlen werden, wären dadurch faktisch unerschwinglich oder durch zu hohe Steuern bedeutungslos.
Einige Mitgliedstaaten wollen noch weiter gehen und drängen auf höhere Preise, strengere Kontrollen und sogar auf ein vollständiges Verbot von Produkten wie Nikotinbeuteln. Die Kommission ihrerseits scheint Australiens Desaster nicht als Warnung, sondern als politisches Vorbild zu betrachten.
Die Zahlen, die Brüssel bereits vorliegen, sollten ausreichen. Laut KPMG-Daten In einem Schreiben der Tabakindustrie an Ursula von der Leyen und Hoekstra wird darauf hingewiesen, dass jährlich 52 Milliarden illegale Zigaretten in Europa konsumiert werden, was den Regierungen 19 Milliarden Euro an entgangenen Steuereinnahmen kostet. Frankreich, das oft als Erfolgsbeispiel für Tabaksteuern gilt, hat mittlerweile einen Schwarzmarkt, der ein Drittel des gesamten Tabakmarktes ausmacht. Der illegale Tabakhandel in der EU braucht keine Förderung, sondern eine Eindämmung.
Die australische Studie zeigt deutlich, wohin das führt. Strafsteuern und eingeschränkter Zugang zu weniger schädlichen Alternativen reduzieren den Nikotinkonsum nicht. Sie verlagern ihn in den Untergrund, überlassen den Markt dem organisierten Verbrechen und treiben manche Menschen zurück zu Zigaretten.