Der Schwarzmarkt für E-Zigaretten in Europa boomt. Die Politik muss endlich aufwachen.

Ein neues Studie des Fraunhofer-Instituts und der MRU GmbH Eine Studie hat nun konkrete Zahlen zu dem veröffentlicht, was Dampfer schon länger wissen: Der illegale Markt für E-Zigaretten in Europa ist riesig und wächst rasant. Laut der Studie wird mittlerweile fast die Hälfte aller in der EU konsumierten E-Zigarettenprodukte illegal gehandelt – im Wert von rund 6,6 Milliarden Euro. Wenn sich nichts ändert, könnte diese Zahl bis 2030 auf 11 Milliarden Euro ansteigen.

Das sollte ein Weckruf sein. Doch wenn man die politische Ausrichtung in einigen Ländern betrachtet, scheint er nicht zu fruchten.

Der Schwarzmarkt ist kein Randphänomen. Er besteht nicht nur aus ein paar zwielichtigen Ständen auf einem Markt. Es handelt sich um ein 4,8 Milliarden Euro schweres Geschäft, das Millionen von Konsumenten in ganz Europa mit Produkten versorgt, die nie getestet, nie registriert wurden und Inhaltsstoffe enthalten, deren Inhaltsstoffe niemand überprüft hat. Es sind Geräte ohne Altersverifizierung, ohne Warnhinweise und ohne behördliche Aufsicht. Ein Händler fragt nicht nach einem Ausweis. Einem Schwarzmarktverkäufer ist es egal, ob der Käufer 14 oder 40 Jahre alt ist.

Genau hier setzen restriktive Maßnahmen an. Diese Studie zeigt deutlich, dass Verbote und hohe Steuern den Markt nicht verschwinden lassen. Sie drängen ihn lediglich in den Untergrund. Wenn legale Produkte zu teuer, zu stark eingeschränkt oder in den Geschmacksrichtungen, die Erwachsenen tatsächlich beim Rauchstopp helfen, nicht erhältlich sind, suchen sich die Menschen Alternativen. Manche fangen wieder an zu rauchen. Viele greifen auf unregulierte Quellen zurück – Online-Plattformen, informelle Händler, Importe vom Graumarkt.

Ironischerweise sind es gerade die Länder, die am strengsten die Gesetze verschärfen, die am lautesten den Schutz junger Menschen betonen. Doch ein Schwarzmarkt schützt junge Menschen nicht. Im Gegenteil.

Schauen wir uns die Niederlande an. Dort wurde ein Aromenverbot eingeführt, und innerhalb eines Jahres stieg der Konsum von E-Zigaretten unter Jugendlichen um 251 und der Konsum von Zigaretten unter Jugendlichen um 41. Das ist kein politischer Erfolg, sondern ein politisches Versagen, und die Daten belegen es. Dennoch diskutieren Belgien, Deutschland und Irland, neben anderen Ländern, aktiv über ein solches Verbot. Die Länder schauen auf die Niederlande und scheinen nichts zu finden, was ihnen etwas bringen könnte.

Zusätzliche Verbote in einer ohnehin schon chaotischen Situation lösen das zugrundeliegende Problem nicht. Sie verschaffen Kriminellen nur noch mehr Marktanteile.

Rund 901.040 Tonnen der in die EU importierten E-Zigarettenprodukte stammen aus China. Die Produkte gelangen über Transitländer wie die Niederlande, Belgien und Deutschland ins Land und zirkulieren dann weitgehend unkontrolliert im Binnenmarkt. Die Zollbehörden führen Stichproben in Containern mit Hunderttausenden von Einheiten durch. Sie kommen mit der Menge nicht mehr hinterher.

Weitere Verbote werden das Problem nicht lösen. Sie werden es nur beschleunigen.

Was wirklich funktioniert, ist das, was Schweden, Großbritannien und Neuseeland gezeigt haben: klare Regulierung, verhältnismäßige Regeln, legale und leicht zugängliche Produkte sowie eine offene Kommunikation mit den Verbrauchern über die jeweiligen Risiken. Wenn Erwachsene Zugang zu regulierten Produkten haben, die ihnen helfen, mit dem Rauchen aufzuhören, nutzen sie diese. Nimmt man ihnen diese Produkte weg, erreicht man keine Abstinenz, sondern den Schwarzmarkt.

Politiker, die die nächste Runde von Beschränkungen für E-Zigaretten ausarbeiten, sollten diese Studie lesen. Nicht etwa, weil der Schwarzmarkt ein Grund zum Nichtstun wäre (niemand will, dass der Markt mit unregulierten Produkten überschwemmt wird). Sondern weil die Antwort auf einen illegalen Markt nicht mehr Illegalität per Dekret ist. Es ist ein funktionierender legaler Markt, der den Konsumenten einen Grund gibt, ihn zu nutzen.

Europa steuert derzeit in die falsche Richtung. Die Folge ist der florierende Schwarzmarkt. Raucher und Dampfer zahlen den Preis. Und wenn sich die Politiker schon nicht um sie kümmern, dann vielleicht um Folgendes: Auch die Finanzminister des Kontinents leiden darunter. 

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