Rauchen tötet jährlich mehr als acht Millionen Menschen. Es ist die mit Abstand häufigste Ursache für vermeidbare Todesfälle durch nichtübertragbare Krankheiten weltweit. Und die globalen Ziele zur Reduzierung dieser Todesfälle werden nicht erreicht.
Das ist die schlechte Nachricht. Und hier kommt der Teil, der den politischen Entscheidungsträgern schlaflose Nächte bereiten sollte.
Der Lösung Es existiert bereits. Einige Länder haben es vor Jahren entdeckt. Und der Großteil der Welt ignoriert es immer noch oder, schlimmer noch, schränkt es aktiv ein.
Schweden hat die niedrigste tabakbedingte Sterberate weltweit. Japan hat den Zigarettenabsatz im letzten Jahrzehnt um mehr als die Hälfte reduziert. Großbritannien hat seine Raucherquote halbiert. Neuseelands junge Erwachsene sind praktisch rauchfrei. Diese Länder haben dies nicht durch strengere Vorschriften oder Verbote erreicht. Sie haben Rauchern Zugang zu weniger schädlichen Alternativen verschafft und ihnen ermöglicht, vom Rauchen auf andere Mittel umzusteigen.
Die Ergebnisse sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis davon, wenn Politik auf Fakten statt auf Ideologie basiert.
Letzten Monat wurden drei ehemalige hochrangige WHO-Beamte veröffentlicht Ein Artikel in Nature Health. Die Autoren sind keine Außenstehenden oder Vertreter der Industrie. Sie haben ihre Karrieren im Zentrum der globalen Gesundheitspolitik verbracht. Ihr Fazit ist eindeutig: Der aktuelle Ansatz kann die Raucherquoten nicht schnell genug senken, um die Ziele zur Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten zu erreichen, und weniger schädliche Alternativen müssen Teil der Maßnahmen sein. Sie weisen darauf hin, dass die Schadensminderung im Zusammenhang mit Tabakkonsum bereits im Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs verankert ist. In der Praxis wird sie jedoch vernachlässigt.
Diese Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und politischen Maßnahmen kostet Menschenleben. Jedes Jahr, in dem Schadensminderung nicht auf der globalen Agenda steht, tun Millionen von Rauchern, die hätten umsteigen können, dies nicht.
Die Länder, die hier richtig gehandelt haben, waren nicht leichtsinnig. Sie behielten strenge Kontrollen für Zigaretten bei und machten gleichzeitig weniger schädliche Alternativen zugänglich und erschwinglich. So sieht risikogerechte Regulierung aus. Unsinnig ist es hingegen, Produkte, die nur einen Bruchteil des Risikos bergen, mit strengeren Auflagen zu belegen.
Die Beweislage ist unstrittig. Die realen Ergebnisse sind unstrittig. Was fehlt, ist der politische Wille, entsprechend zu handeln.