Schweden blockiert EU-Tabaksteuererhöhung bei Wiederaufnahme der Gespräche

Brüssel, 4. Juni 2026 – Schweden hat sich gegen den Plan der EU ausgesprochen, die Steuern auf Nikotinbeutel zu erhöhen. Dies geschah im Vorfeld der diese Woche wiederaufgenommenen Verhandlungen über die Tabaksteuerrichtlinie. Der Vorschlag sieht höhere Mindeststeuersätze für Zigaretten und erstmals auch Mindeststeuern auf E-Zigaretten, Nikotinbeutel und andere, weniger schädliche Produkte vor. Schwedens Finanzminister hat öffentlich geschworen, Brüssel an einer Steuererhöhung auf Nikotinbeutel zu hindern, und erklärt, dass andere Länder nicht das Recht hätten, über Schwedens Nikotinpolitik zu entscheiden. und dass die Regierung der EU nicht erlauben wird, die Steuern auf Produkte, die Schweden rauchfrei gemacht haben, “plötzlich” zu erhöhen.

Michael Landl, Direktor der World Vapers' Alliance, sagte:

“Schweden tut das, was der Rest Europas tun sollte: die Produkte verteidigen, die Raucher tatsächlich von Zigaretten weggebracht haben.“. Schwedens Finanzminister setzt sich für die Verbraucher ein, während Brüssel plant, genau jene Alternativen zu besteuern, die Schwedens Raucherquote auf den niedrigsten Wert in der EU gesenkt haben. Besteuert man ein weniger schädliches Produkt wie Zigaretten, nimmt man dem Produkt den Anreiz zum Umstieg. Wenn man Nikotinprodukte hoch genug besteuert, überlässt man den Markt schlichtweg den Kriminellen. Das ist ein Geschenk an das organisierte Verbrechen, bezahlt von Rauchern, die aufhören wollten.”

Schwedens Widerstand kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Gespräche bereits ins Stocken geraten sind. Die zypriotische Ratspräsidentschaft räumte diese Woche ihre Niederlage ein und gab zu, dass die Mitgliedstaaten trotz monatelanger Bemühungen während ihrer Präsidentschaft keinen Konsens in dieser Angelegenheit erzielen konnten.

Internationale Erkenntnisse stützen die Position Schwedens. In Australien zeigen offizielle Statistiken nach mehr als einem Jahrzehnt von Steuererhöhungen von über 200 % nun etwa 80 % Der Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten im Land ist illegal, wobei der Nikotinkonsum seit 2017 um fast 40 % gestiegen ist.. Strafsteuern haben das Rauchen nicht beendet. Sie haben den Markt Kriminellen überlassen. Und noch etwas: KPMG-Bericht Eine von Philip Morris International in Auftrag gegebene Studie ergab, dass der Konsum illegaler Zigaretten in 38 europäischen Märkten bis 2025 um 5,9 µg/T steigen wird, während der legale Konsum um 4,1 µg/T zurückgeht.

Die World Vapers' Alliance ruft ihre Mitgliedstaaten dazu auf, dem Beispiel Schwedens zu folgen, jede Steuerstruktur abzulehnen, die weniger schädliche Produkte wie Zigaretten behandelt, eine dem Risiko angemessene Besteuerung anzuwenden und diese so niedrig zu halten, dass Raucher einen Anreiz erhalten, auf weniger schädliche Alternativen umzusteigen.

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