Bangladesch am Scheideweg: Argumente gegen ein Verbot von E-Zigaretten und Nikotinprodukten …

Als Direktor der World Vapers' Alliance habe ich kürzlich einen dringenden Brief an das Gesundheitsministerium von Bangladesch bezüglich des geplanten Tabakkontrollgesetzes gerichtet. Dieses Gesetz, das ein vollständiges Verbot von E-Zigaretten und Nikotinbeuteln vorsieht, könnte schwerwiegende Folgen für die öffentliche Gesundheit des Landes haben. Im Folgenden erläutern wir, warum dieser Vorschlag Anlass zur Sorge gibt und welche Alternativen Bangladesch in Betracht ziehen sollte.

Die Gefahren eines pauschalen Verbots

Das geplante Verbot von E-Zigaretten und Nikotinbeuteln in Bangladesch ist aus mehreren Gründen ein Schritt in die falsche Richtung:

  1. Rückschlag für die Schadensminderung: Es ist erwiesen, dass E-Zigaretten und Nikotinbeutel deutlich weniger schädlich sind als herkömmliches Rauchen. Ein vollständiges Verbot würde die derzeitigen Konsumenten entweder zu schädlicheren Tabakprodukten zurückdrängen oder sie auf den Schwarzmarkt treiben.
  2. Behinderung der Raucherentwöhnung: Tausende von Rauchern würden den Zugang zu wirksamen Hilfsmitteln zur Raucherentwöhnung verlieren und somit im Kreislauf des Tabakkonsums gefangen bleiben.
  3. Mangelnde Einbeziehung der Interessengruppen: Der vorherige Vorschlag des Gesundheitsministeriums aus dem Jahr 2023 wurde bereits wegen unzureichender Konsultation der Interessengruppen kritisiert, was die Notwendigkeit unterschiedlicher Perspektiven in dieser wichtigen Frage der öffentlichen Gesundheit unterstreicht.
Lernen aus globalen Beispielen

Länder, die einen offenen Ansatz zur Schadensminderung verfolgen, haben bemerkenswerte Erfolge erzielt: Schweden und Neuseeland haben einen nahezu rauchfreien Status mit rekordniedrigen Raucherquoten erreicht und dienen als Paradebeispiele für wirksame Strategien zur Tabakschadensminderung.

Andererseits sahen sich Länder mit strikten Verboten mit gravierenden Konsequenzen konfrontiert: Australien, wo das Dampfen faktisch verboten ist, erlebte einen Anstieg der Schwarzmarktaktivitäten und sogar “Tabakkriege”, darunter 200 Brandanschläge zwischen rivalisierenden Banden.

Statt eines generellen Verbots sollte Bangladesch Folgendes in Betracht ziehen:

  1. Evidenzbasierter Ansatz: Tabakkontrollpolitiken an erfolgreichen Modellen wie denen in Schweden und Neuseeland ausrichten.
  2. Schwerpunkt Schadensminimierung: E-Zigaretten und Nikotinbeutel sollten als Teil einer umfassenden Strategie zur Bekämpfung von gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang mit dem Rauchen betrachtet werden.
  3. Einbindung von Interessengruppen: Es muss sichergestellt werden, dass Experten für öffentliche Gesundheit, Befürworter von Schadensminderung und andere relevante Interessengruppen in den politischen Entscheidungsprozess einbezogen werden.

Umfangreiche wissenschaftliche Literatur bestätigt, dass E-Zigaretten und Nikotinbeutel im Vergleich zu Zigaretten ein deutlich geringeres Schadensprofil aufweisen und dass diese Alternativen wirksame Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung darstellen.

Bangladesch steht an einem Scheideweg. Durch die Umsetzung von Strategien zur Schadensminderung und das Lernen von internationalen Erfolgen hat das Land die einmalige Chance, eine Vorreiterrolle bei der Tabakschadensminderung einzunehmen und potenziell unzählige Leben zu retten. Während wir auf die Antwort des Ministeriums warten, ist es entscheidend, dass die politischen Entscheidungsträger die weitreichenden Folgen ihrer Entscheidungen bedenken. Die Zukunft der öffentlichen Gesundheit in Bangladesch könnte davon abhängen.

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